Dienstag, 25. Januar 2022

Tag 3 => von Gila Bend über Tucson nach Tombstone

Dienstag, 25.01.22
gefahrene Kilometer: 430 km

Der Tag hat heute früh angefangen, Punkt 07.30 Uhr habe ich den Anlasser Knopf gedrückt. Da ich eh ab 05.00 Uhr wach war was das kein Problem. Noch im Dunkeln geht es auf dem Highway Nr. 8 in Richtung Osten dem Sonnenaufgang bei frischen 5 Grad Außentemperatur entgegen. Zusätzliche Regenjacke um den eiskalten Wind abzuhalten und Griffheizung waren mal wieder Pflicht.

Heute war der Tag der Reise mit den meisten geplanten Zwischenstops und 430 km wollten auch noch zusätzlich „abgerissen“ werden…also „Gas“ !

Die Stopps im Einzelnen:

Ziel Nr. 1 sollte ein Kakteen Nationalpark sein da ich mir die hier wachsenden Seguaro-Kakteen näher anschauen wollte. Diese Kakteenart wächst hier in den USA nur noch in einer sehr kleinen Region hier im Südwesten um Tucson herum. Unterwegs habe ich auch immer wieder welche rechts und links des Highways gesehen, nur rankommen (es ist durchgehender Zaun neben dem Highway) war nicht plötzlich. Plötzlich bot sich dann aber doch hinter einer gut erreichbaren und verlassenden Tankstelle die Gelegenheit an die Kakteen heranzufahren und ein paar Fotos zu machen. Somit eine Stunde Zeit für den Park und locker 15 Dollar Eintritt gespart.

Ziel Nr. 2 war ein Flugzeugfriedhof der „Davis Monthan Air Force Base“ Am Stadtrand von Tucson. Hier in der Wüste von Arizona gibt es zig dieser Flugzeugfriedhöfe da das Klima Rostansatz und ähnliches verhindert. Auf dem besagten Flugzeugfriedhof stehen ca. 5.000 Flugzeuge (vom Weltkriegsbomber bis zum Jet der 80er/90er Jahre) und warten auf Verschrottung, Ersatzteil Gewinnung, Wiedereinsatz oder Verkauf. Vor einigen Jahren sollen hier noch 20.000 Flugzeuge gestanden haben. Gar nicht einfach ein Foto zu erhaschen, da ein Erdwall das Areal umgibt. Kurzerhand das Motorrad an den Zaun gelehnt und als „Leiter“ benutzt, dann ging es.

Ziel Nr. 3 war das „Pina Air & Space Museum“ in Tucson. Das Museum besitzt eine der weltweit größten Flugzeugausstellungen. Bei der schieren Menge an Flugzeugen musste ich mich beschränken. DAS Flugzeug weswegen ich hier hergekommen bin seht ihr unten in den Bildern, es ist das Präsidentenflugzeug von John F. Kennedy, die „Air Force one“. Ziemlich klein im Gegensatz zu heutigen Flugzeugen und übrigens die Letze „Air Force one“ die Propeller hatte. Herausstellen möchte ich noch die dortige Ausstellung einer originalen „B-17 Flying Fortress“. DER Weltkriegsbomber-Typ der USA der so manche deutsche Stadt in Schutt und Asche gelegt hat. Des Weiteren die heutigen Bomber vom Typ B 52 die riesig sind. Auch hier ein Foto anbei. Achtet auf die Autos die unmittelbar hinter den Bombern eine Straße langfahren, wie klein die Autos im Gegensatz zu den B 52 Bombern sind.

Ziel Nr. 4 und das TOPZIEL welches ich heute unbedingt sehen wollte ist das „Titan Missile Museum“. So etwas „Abgefahrenes“ habe ich noch nie gesehen. Es ist ein komplettes Abschusssilo für eine mit Atomsprengkopf bestückten „Titan II Interkontinentalrakete“, dieses Silo und die Rakete waren von 1963 bis 1984 rund um die Uhr einsatzbereit. Die Anlage ist technisch faszinierend aber auch total gruselig, wenn man sich vorstellt was die Rakete angerichtet hätte. 600-fache Sprengkraft von Hiroshima! Das schrägste ist das der Tourguide die Startsequenz durchspielt und zwei Besucher dann die Schlüssel zum Start der Rakete drehen dürfen (von einer Person war die Rakete aus Sicherheitsgründen nicht startbar). Zusätzlich zum Raketensilo gibt es noch unterirdische Nebenanlagen, die alle dick verbunkert sind, massive Tore haben und die Kommando -und Wohnräume beinhalten. Das wirklich bedenkliche ist aber das die Nachfolger der Titan II weiterhin einsatzbereit hier in der Gegend und im gesamten mittleren Westen der USA im Boden stecken und voll einsatzbereit sind. Wirklich gruselig…

Gegen 18.00 Uhr bin ich dann schon im Halbdunkeln in Tombstone angekommen (mehr zu Tombstone dann morgen). Das Hotel besteht aus eine Art Hütten im „Reihenhausstil“. Meine Nachbarn saßen vor ihrer Hütte und wir haben erst einmal eine halbe Stunde gequatscht. Sie kommen aus North Dakota nahe der kanadischen Grenze und sind jetzt spontan hier runter gekommen da sie „keinen Bock mehr auf Schnee“ haben. Vor Ihrer Haustür liegt ein Meter Schnee. North Dakota hat aktuell die dritthöchster Schneemenge aller Zeiten.
Schon interessant wie unterschiedlich das Wetter in einem einzigen Land sein kann…..


 
Seguaro-Kakteen
 
 
 
 
Flugzeugfriedhof der US Air Force
 
 
 
 
"Airforce one" von JKF 

 
 
 
B17 Flying Fortress US-Weltkriegs-Bomber 
 
 
 
 
B 52 US Bomber der "Neuzeit"
 
 
Titan II Atomrakete
 
 
 
 
 ..immer schön nach unten schauen wenn man durch das Gras läuft..
KLAPPERSCHLANGEN !
 
 




Montag, 24. Januar 2022

Tag 2 => von Encinitas nach Gila Bend

Montag, 24.01.22
gefahrene Kilometer: 502 km

 

Heute fange ich mit dem an für welches ich eigentlich hier bin: MOTORRAD FAHREN 😊.
Immer in Richtung Osten !

Der Tag wird eine reine Fahretappe ohne geplante Highlights. Warum ? Nun ich muss jetzt das aufholen was ich gestern an Zeit ohne „fahren“ verplempert habe und viel wichtiger: ich will erst mal sehen ob die Technik funktioniert, ob alles richtig gepackt ist, etc

Die Erfahrung hat gezeigt das man am ersten Tag immer noch mal öfter anhält um alles zu checken, umpackt, kontrolliert, etc. Daher heute nur „fahren“. Ziel ist Gila Bend, ein Kaff „in the middle of nowhere“ Warum da ? …nun, nicht weil es da so schön ist, sondern weil ich meine Etappen auf der Karte vorab in der Planungsphase in 500km Schritten aufgeteilt habe..und das Kaff hat sich zum Ende der ersten Ertappe dann in meiner Karte „angeboten“…😊

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update:

Die 502 km des heutigen Tages hören sich erst einmal viel an, ließen sich aber gut fahren. Die Strecke selbst war landschaflich relativ eintönig. In den ersten 100 km gab es noch grün bewachsene Berge, dann wurde es realtiv wüstenartig. Da die Landschaft nichts hergegeben hat musste ich mal links und rechts schauen was es "sonst so gibt": Es gibt in Arizona endlos viele Campingplätze die "knattervoll" mit Wohnmobilen sind. Des weiteren jede Menge Wohnmobilshops und Wohnmobil-Unterstellplätze. Warum ? Antwort: zig Amerikaner aus dem Norden überwintern hier in ihren Wohnmobilen. Hier sind im Januar lauschige 20-25 Grad und im Norden der USA ist es zeitgleich arschkalt mit Schneee und Eis. Da flüchten die Rentner dann Richtung Süden (sie werden auch "Snowbirds"..Schneevögel genannt) Allerdings frage ich was man hier dann so den ganzen Tag macht, da hinter den Campingplätzen meist schon die Wüste/Steppe anfängt. Egal, es wird auf alle Fälle gut angenommen. ....und wenn der Sommer mit brüllend heißen Temperatutren kommt fahren die Rentner wieder in ihre Heimat in den Norden der USA. Übrigens sind deshalb hier die Hotels im Winter auch teurer als im Sommer. Im Sommer hält es hier temperaturmäßig keiner aus.

Beim Start heute früh um 08.00 Uhr waren noch rechts frisch so das ich mit meiner dickeren Jacke eine gute Wahl getroffen hatte. Zeitweise musste die Griffheizung auch mit "ran". Gegen Mittag bis ca. 16.00 Uhr sind dann ca. 20 Grad im Schatten, in der Sonnne noch mehr. Gegen 17.00 Uhr wird es dann wieder richtig frisch. Das Motorrad läuft bisher einwandfei, das Gepäck hat seine "Endposition" gefunden.

Ansonsten stand heute der zweite Bundesstast nach Kalifornien auf der Reise an: Arizona.
In Arizona habe ich die Zeitzone gewechselt. Aktuell nur noch minus 8 Stunden zu Deutschland (Kalifornien hat minus 9 Stunden). Endpunkt der heutigen Etappe war "Gila Bend". Der Ort ist als größerer Punkt auf der Karte eingezeichnet, besteht aber eigentlich nur aus Restaurants, Tankstellen und Hotels.

Morgen wird wieder ein ereignisreicher Tag, lasst euch überaschen....




Sonntag, 23. Januar 2022

Tag 1 => San Diego und Motorradabholung bei "Chris"

Sonntag, 23.01.22
gefahrene Kilometer: 3 km

 

Sonntag früh, es ist 02.00 Uhr nachts Ortszeit (minus 9 Stunden zu Deutschland). Ihr kennt das jas schon aus anderen Blogbeiträgen. Der Jetlag "verhilft´" mir mal wieder dazu das ich Zeit habe diesen Beitrag zu schreiben:

Eben gerade noch ein paar Sprachnachrichten mit Olli ausgetauscht. Olli ist gut in Orlando angekommen aber ihn hat trotzdem "erwischt":
Sein Gepäck ist nicht angekommen, seine Kreditkarte funktioniert nicht und die amerikanische Handykarte "will" auch nicht. Olli hat aber Hilfe vor Ort gefunden, ihm wurde "Kost und Logis" angeboten und heute sollten sich die Dinge "regulieren". Hoffen wir mal das Beste..
Mehr Datails dazu im "Parallelblog von Olli: hier geht es zu Olli´s Reiseblog USA 2022

Was steht bei mir an ? 

Ich nutze den Vormittag in San Diego und werde am Nachmittag in einen Vorort fahren (ca. 25 km entfernt) wo Chris wohnt und mein Motorrad abholen. Bis es aber soweit ist möchte ich noch einige Highlights in San Diego abklappern. San Diego hat eine nette Altstadt (naja, für amerikanische Verhältnisse :-) immer dran denken das es die amerikanische Geschichte erst ca. 200 Jahre gibt und bei uns in Deutschland jeder Traditionsbäcker  mit "Fachwerkhaus" vermutlich älter als das älteste Haus der USA ist.

San Diego im Überblick:

- in San Diego liegt die Pazifikflotte der USA. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor verlegte die United States Navy 1941 das Hauptquartier ihrer Pazifikflotte nach San Diego. Bis heute ist die Marine der wichtigste Arbeitgeber in der Region.

- südlich der Stadt liegt der Grenzübergang nach Tijuana/Mexiko. Man kann direkt mit der Straßenbahn aus der Stadt dort hinfahren und zu Fuss die Grenze überqueren (wenn man möchte). Jedes Jahr überqueren etwa 50 Millionen Menschen (natürlich überwiegend per Auto) die Grenze zwischen beiden Städten. Daher gilt die Grenze als meistüberquerte Landesgrenze der Welt. Auf meinem Programm liegt der Punkt nicht, da ich noch genug Mexiko an anderer Stelle bekomme und zudem die Stadt Tijuana keinen guten Ruf hat (dort gibt es "alles" was der US Bürger braucht um am Wochenende "die Sau raus zu lassen". Sex, Drugs and Rock´n Roll)

-jede Menge "Beachlife". San Diego hat jede Menge Strände und das Klima hier ist auch im Sommer sehr beliebt da es nicht ganz so "brett heiß" ist wie in Los Angeles welches nur ca. 200 km weiter nördlich liegt. Auch im Winter ist hier "nettes" Wetter. Gestern tagsüber gut 20 Grad und Sonnig (...warum werde ich gerade neidisch ?..und warum haben wir im Januar bei uns zuhause nicht auch 20 Grad..Mannoooo 😞)

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update:

Zuerst die gute Nachricht: Olli ist wieder zu 100% im Rennen.
siehe: hier geht es direkt zu dem Artikel in Olli´s Reieblog der beschreibt das er wieder "dabei" ist :-)


Es war ein ereignisreicher Tag und nettes Wetter (gut 20 Grad) gab es noch dazu.
Nachdem ich mir die „Altstadt“ (Gaslamp Quarter) angeschaut habe war mein oberstes Ziel natürlich die USS Midway, der Flugzeugträger der US Navy der seit 2006 hier als Museums-Schiff liegt. Wirklich sehr spannend, drei Stunden an Bord vergingen sehr schnell.
Die Midway wurde 1945 gebaut hat so ziemlich alle Krisen danach mitgemacht (Korea, Vietnam, Irak, etc.) und hat mich in den Erinnerungen zurück in meine Marinezeit 1989 gebracht. Im Schiff ähnliche Aufmachung der Inneneinrichtung, der gleiche Geruch, endlose Gänge. Die Jungs hier an Bord hatten es echt nicht leicht zumal der Krach der startenden Flugzeuge unheimlich laut auch im Bauch des Schiffes gewesen sein muss. An Deck jede Menge Flugzeuge die im Laufe der Geschichte auf Flugzeugträgern eingesetzt wurden. Corsair, Deviator, Avenger, F4, F 18, etc.

Nach der Besichtigung mit einem Uber-Taxi noch schnell in mein Hotel der letzten Nacht und meinen Koffer abgeholt, dann mit einem weiteren Uber-Taxi ca. 25 km „raus“ nach „Encinitas“, einem Vorort, wo Chris wohnt. Dort stand mein Motorrad schon bereit. Chris hat eine wirklich wahnsinnig gut ausgestattete Garage und ist selbst Motorradsammler. 9 Motorräder standen allein in der Hauptgarage, zwei weitere sollten noch in einem anderen Schuppen stehen, nach Auskunft von Chris. Leider hatte Chris am Abend keine Zeit, sonst hätte ich ihn gern auf ein Bier eingeladen. Schade. 

Nach ca. 2 Stunden packen, umpacken, aussortieren, etc. bin ich dann in mein Hotel in Encinitas welches nur zwei 3 km von Chris Haus entfernt ist. Als ich hier ankam wurde es schon dunkel (17.30 Uhr). Nun noch einige Dinge umsortiert (mein mitgebrachter alter Koffer-Trolli geht jetzt in den Müll und ich „sattele“ auf Packrolle um) Gegenüber des Hotels ist eine kleine Ansammlung von Geschäften, dort war ich noch kurz bei „Jersey Mike“ und habe mir ein leckeres belegtes Baguette („Sub“) gegönnt. Gute Nacht 😊 !



Samstag, 22. Januar 2022

Es geht (wieder) los: Abschnitt 2 der Strecke "Alaska bis Panama" beginnt => San Diego bis Mexiko City

Ich kann es fast nicht glauben: mit gut zwei Jahren Verspätung :-) sitze ich nun auf dem Flughafen Amsterdam und warte darauf das ich ENDLICH den "Fern-Flieger" besteigen kann. Eigentlich sollte dieser nun folgende Reiseabschnitt (San Diego bis Mexiko City) schon Anfang 2020 starten. In 2019 sind Olli und und ich ja schon gemeinsam auf Abschnitt Nr. 1 (von Anchorage/Alaska bis Vancouver/Kanada) unterwegs gewesen. Leider hatte bzw. hat ein kleines Virus maßgeblichen Einfluss auf unsere gesamten Pläne......

Übrigens: die (Reise)-Abschnitte werden nicht chronologisch oder in geographischer Reihenfolge gefahren. Die Reihenfolge hängt immer ein wenig von unser möglichen Urlaubsplanung ab.In (unserem !) Winter eher die südlichen Abschnitte, im Sommer eher die nördlichen Abschnitte. Zusätzlich gibt es Reisen/Reiseabschnitte die mit einem "a" hinter der Zahl gekennzeichnet sind. Dies Reisen hängen nicht unmittelbar mit dem Hauptziel "Prudoe Bay bis Panama City" zusammen, dienen aber als ZUSÄTZLICHE Touren dazu "Land und Leute" entlang der Hauptroute besser kennenzulernen. Diese "a-Touren" finden sozusagen als zusätzliches "Bonbon" zu den Haupttouren/Hauptabschnitten statt. Insgesamt werden es fünf Abschnitte plus Zusatztouren ("a"-Reisen) mit (nach Karte) gesamt ca. 20.000 km.

Doch jetzt ...SCHWAMM DRÜBER..... über die Einschränkungen der letzten zwei Jahre...Gleich geht es los: mit KLM von Amsterdam über Salt Lake City nach San Diego.


Die Nacht war kurz. Gegen Mitternacht bin ich mit dem Auto nach Braunschweig gefahren um dort den Zug zum Flughafen Hannover zu nehmen. Aufgrund der Jahreszeit wollte ich nicht nach Hannover mit dem Auto fahren und habe mich für den Zug ab Braunschweig entschieden (es hätten ja auch zwei Meter Schnee liegen können :-).

Der Zubringerflug nach Amsterdam verlief unspektakulär. Einziger Wermutstropfen ist das die KLM immer morgens um 06.00 Uhr ab Hannover nach Amsterdam fliegt...das ist schon ziemlich früh. Aber ohne Familie machen mir persönlich solche frühen Flüge nichts aus. Die Familie denkt da etwas anders :-)

Die letzten Tage waren geprägt vom "intensiven hoffen" das der notwendige Corona (Schnell)-Test negativ ist. Die USA (..und auch die Niederlande...ja, man muss beides beachten wenn man irgendwo während der Anreise umsteigt !) verlangen aktuell (noch) keine PCR Tests.

Des weiteren checkte ich tagelang immer mal wieder diverse Notizzettel und Aufzeichnungen bezüglich:
Was muss an Klamotten/Technik/Ausrüstung/etc mit ?
Ich hatte zwar jede Menge "Zeug" (sogar T-Shirts sind schon "drüben") bei der Containerverladung des Motorrades vor zwei Jahren mit "rübergeschickt", bin aber damals von superheißem Wetter für diesen Tourabschnitt ausgegangen. Zur Erinnerung: ich wollte 2019 die USA im SOMMER mit der BMW durchqueren (siehe: www.frankbordtfeld.blogspot.com ) und auch überwiegend campen.

Nun fahre ich im WINTER, übernachte in HOTELS und vor Ort herrschen eher kühlere Temperaturen. Heißt das die superdünnen Klamotten, die aktuell "drüben" am Motorrad verpackt sind, "obsolete" sind und auch das Campingequipment nimmt nun nur noch unnötig Platz weg und wird nicht benötigt. Im Ergebnis muss ich nun doch mit wärmeren Motorradklamotten anreisen und darf hier echt nichts vergessen. Des weiteren werde ich vor Ort wohl einige Dinge aussortieren, entsorgen und/oder per Paket mir selbst nach Deutschland zurücksenden.

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Update:

gut 28 Stunden nachdem ich die Haustür zuhause hinter mir zugezogen habe und nach gut 13 Stunden reiner Flugzeit ( 2 x umsteigen) bin ich in San Diego gut angekommen. Das Beste: hier sind 20 Grad ! ( in Salt Lake City waren nur Null Grad !).

Ich hatte mir ein Best Western Hotel (ca. 2-3 km von der City entfernt) bereits vorreserviert. Das Hotel liegt nett direkt am San Diego Yachthafen, welchen ich mir noch kurz angesehen habe bevor ich nun gleich "in´s Bett falle". Vielleicht noch ein Hinweis warum liegt das Hotel nicht in der City ? Nun, selbst in der Nebensaison sind die Preise für das "gebotene" in Kalifornien heftig. Jetzt in der Nebensaison im Januar liege ich mit 100 Euro für die Nacht noch sehr günstig (was kostet die Nacht wohl im Sommer ?) .
Es ist das teuerste Hotel auf meiner Reise, aber keine Angst der Wohlstand ist nicht ausgebrochen 😆: Dadurch das die Hotels in Mexiko deutlich günstiger sind und ich mir zudem in der Zweiten Woche die Hotelpreise/Hotelzimmer mit Olli teile liege ich bei der gesamten Reise bei 44 Euro pro Nacht im Schnitt. Das finde ich durchaus ok.

So, nun erst einmal: Gute Nacht !

 

Montag, 3. Januar 2022

..hier nun die Streckenplanung für den Abschnitt "USA Süd bis Mexico City" !

Hier noch ein Ausblick auf die Streckenplanung. Ob es dann "genau so" durchgeführt wird hängt von einigen Faktoren wie Zeit, Wetter, Technik, unvorhergesehenem, etc, ab.
Zu gut 80 Prozent ist dies der Plan. Im Detail....


Ich (Frank) starte an der US-Westküste in San Diego/Kalifornien:

 

Olli startet an der US-Ostküste in Orlando/Florida:

 

 

gemeinsam fahren wir (Oli +Frank) von unserem Treffpunkt "Houston" aus
dann nach "San Miguel de Allende". Dort werden die Motorräder nach dem Ende der Tour/des Reiseabschnitts abgestellt/eingelagert. Der Rückflug erfolgt dann gemeinsam ab Mexico City :


 

Samstag, 1. Januar 2022

Warum eigentlich im JANUAR reisen?....bzw. Sachstand drei Wochen vor dem Start



evtl. beschäftigt den "geneigten Leser" die Frage:

Warum startet Frank eigentlich in der kalten Jahreszeit wo es doch viel schönere Monate zum (Motorrad-)Reisen gibt ?

Ja, ihr habt Recht. Im Januar liegt im Norden bis in die Mitte der USA in vielen Landesteilen noch FETT Schnee, aber:.... in den Südlichsten Landesteilen der USA (so grob an der mexikanischen Grenze entlang) erwarten mich -zumindestens tagsüber- Frühlingshafte Temperaturen. Das haben zumindest meine Recherchen ergeben und ich hoffe natürlich das dieses dann auch so vor Ort "erfüllt" wird. Aber warum nun eingentlich im Januar ? Die Frage ist relativ einfach zu beantworten:

Die USA hatte 18 Monate für europäische Reisende geschlossen und hat erst im November 2021 wieder geöffnet. Zu diesem Zeitpunkt stand mein Motorrad nun schon zwei Jahre (!) bei Freunden des Spediteurs in den USA. Nachdem nun also das Öffnungsdatum der USA bekannt war wollte ich nicht länger fremden Menschen zumuten mein "Hab und Gut" zu beherbergen..und das auch noch kostenfrei..und nach zwei Jahren Wartezeit dank Corona sollte es nun "schleunigst" los gehen. Mein Abgleich mit meiner Urlaubsplanung seitens Arbeitgeber und Familie hat dann auch schnell ergeben das der Januar der beste Monat für einen "Neustart" ist. Das Motorrad kommt somit zügig aus der Obhut der Personen die gerade auf das Motorrad aufpassen und eine "winterliche Abwesenheit" meinerseits kollidiert am wenigsten mit der Familienurlaubsplanung hier zuhause. So..das sollte also nun gekärt bzw. erklärt sein :-)

Kommen wir zum zweiten Teil der Überschrift:

Sachstand (genau) drei Wochen vor dem Start ?:

Eine sollte Tour startet man (zumindest ich) nicht mit nur wenigen Tagen Vorplanung. Was ist also in den letzen Wochen vorbereitungsseitig so gelaufen ?:

Durch die vielen Recherchen (was das Thema Strecke und Länder der Panamericana betrifft) über die letzen zwei Jahre verteilt habe ich zumindest das Thema Strecke "Länder und Strecke" relativ gut in meinem Hinterkopf so das ich hier nur noch anhand der möglichen Tagesdistanzen die Hotels einplanen muss. 

Erleichternd kam hier hinzu das unser Kontakt in Mexiko (Mathias) gute Vorschläge für die Streckenwahl unterbreitet hat. Die Hotelbuchungen führe ich seit Jahren über booking.com durch und habe diese Buchungen schon vor Wochen abgeschlossen.
Apropros Hotel: wir setzen bei dieser Tour ausschließlich auf Hotels da Jahreszeitbedingt Camping in den USA ausfällt (da bitterkalt nachts) und sicherheitsbedingt man südlich der mexikanischen Grenze eh nicht mehr zeltet.

Ansonsten sind da noch einige Dinge die nun auch abgeschlossen sind:

-Visum USA (ESTA)

-Flug gebucht, Daten ausgedruckt

-Zugticket zum Flughafen (im Winter riskiere ich nicht mit dem Auto zum Flughafen zu fahren)

-Einreisebedingungen gecheckt (ihr steigt um ? dan auch das "Umsteigeland" beachten)

-meinen Ansprechpartner vor Ort (Chris) in den USA mehrfach kontaktiert. Chris "kümmert sich" vor Ort in San Diego um die Maschine (neue Batterie, etc) und sorgt dafür das ich unmittelbar nach Ankunft "los" kann. Das ist echt viel wert. Wer über ein Storage vor Ort in anderen Ländern nachdenkt, sollte jemanden haben der sich kümmert, da sonst die Maschine nach einem Jahr Standzeit "breit" ist und man kostbare Urlaubstage damit verschenkt die Maschine erst einmal fahrfertig zu machen.

-Einreisebedingungen USA sind weiterhin FEST IM BLICK. Aktuell wird nur ein normaler Antigentest benötigt. Ich bete das das nicht noch in Richtung "Quarantäne bei Einreise verpflichtend" verschärft wird. Das würde das erneute AUS für die Reise benötigen.

-Ansonsten steht schon mal ein Koffer hier zuhause in der Ecke den ich immer dann mit Dingen befülle wenn mir mal wieder was einfällt. Auch habe ich mittlerweile eine kleine "Zettelsammlung" der Vorjahre auf diesen steht was bei den Touren bisher "bewährt" hat und was nicht. Auch erfolgt in diesem Zuge ein Abgleich mit der Liste die ich vor Zwei Jahren beim Packen der Maschine erstellt habe und auf welcher steht "was schon vor Ort auf dem Motorrad" verpackt ist. Viele Dinge sind schon "drüben" ...das erleichtert schon einiges.


So, das soll es gewesen sein, ich melde mich wieder wenn des ENDLICH LOS geht.




Donnerstag, 4. November 2021

...nun geht es endlich wieder los. Planung für "Teil 1 Mittelamerika" ist abgeschlossen. Start am 22. Januar 2022 !

 

...nach nun ca. 18 Monaten öffnet die USA wieder die Grenzen für Touristen aus Europa 👍💪
 
wie ist der aktuelle Sachstand bezüglich unserer Motorräder ?:

Ollis Motorrad steht seit gut zwei Jahren in Orlando/Florida und mein Motorrad steht seit gut 2 Jahren in San Diego/Kalifornien. Die Batterien der Motorräder sind natürlich "platt" und auch sonst brauchen die Maschinen vor dem Start etwas Pflege. Gut das unser Spediteur das vor Ort übernimmt. In Orlando kümmert er sich selbst darum da die Maschine dort in seinem Haus steht. Meine Maschine steht bei einem Kumpel des Spediteurs eine halbe Autostunde von San Diego entfernt, ich stehe bereits in Kontakt mit ihm ("Chris"). Er macht die Maschine nun zeitnah "fahrfertig" für mich. Großen Dank an dieser Stelle an Chris. Seine Unterstützung ist wirklich klasse und er hilft mir sehr das ich mit meiner Maschine nach meiner Ankunft in San Diego dann auch unmittelbar starten kann.
 
 
Mein Flug ist für den 22. Januar (mit der KLM ab Hannover) gebucht. Nach einem Tag in San Diego geht es dann immer grob an der Mexikanischen Grenze entlang nach Houston/Texas, wo ich mich dann mit Olli treffe der zeitgleich mit mir ABER in Orlando/Florida startet. Ich fahre sozusagen von "links" in die Mitte der USA, Olli startet von "rechts" in die Mitte der USA Gemeinsam geht es dann von Houston/Texas über Laredo wo wir die Grenze nach Mexiko überqueren dann bis kurz vor Mexiko City wo wir unseren ersten Reiseabschnitt nach ca. 5.000 km und ca. 14 Tagen enden lassen. Die Motorräder lassen wir dann zusammen in "San Miguel de Allende" (ca. zwei Busstunden von Mexiko City enternt) bei einer "neuen" Adresse stehen, welche wir in den letzen Monaten recherchiert haben. In San Miguel de Allende wohnt Matthias, ein deutscher Auswanderer, der dort eine Autowerkstatt betreibt.

Soviel zur groben Planung. Details dann ab ca. 20. Januar 2022 an dier Stelle
 
PS: ich weiß natürlich das die USA und auch Mexiko nicht zu Mittelamerika sondern zu Nordamerika gehören. ...das das Ziel aber MITTELAMERIKA ist, habe ich für den Titel bezüglich der GESAMTREISE entschieden.
 
 
 


Sonntag, 28. Februar 2021

Tapetenwechsel !..Umzug der BMW 650 GS Sertao von Seattle nach San Diego

Mein Motorrad ist schon viel in den USA "herum gekommen", aber leider OHNE MICH.
(Danke Olli,  für den Hinweis.. 😄) Die Maschine ist im Herbst 2019 in Orlando angekommen. dann hat mein Spediteur sie "quer durch die USA gekarrt" von Orlando nach Seattle.

Warum ?

Nun, wenn ihr evtl den Nebenblog www.frankbordtfeld.blogspot.com gelesen habt, wisst ihr das im Sommer 2020 eine USA Durchquerung ab Seatlle geplant war...diese aber aufgrund der Corona-Pandemie LEIDER ausgefallen😡😭ist.

Nun stand die BMW ein Jahr in Seattle bei einem Freund meines Spediteurs in Seattle von Januar 2020 bis zum Februar 2021. 

Mein Spediteur "Stefan" war nun gerade (Februar 2021) in den USA und hat einige Motorräder ausgeliefert bzw eingesammelt. Da wir durch Zufall zu diesem Zeitpunkt kommuniniert hatten, bot sich mir die Gegelegenheit das Stefan das Motorrad für "einen schmalen Kurs" mit runter nach Kalifornien nimmt und dort wieder bei einem Freund unterstellt. Ich musste mich allerdings innerhalb von zwei Tagen entscheiden. Diese Gelgenheit habe ich wahr genommen, da somit das Zeitfenster für eine Motorradtour in den USA in 2021/2022 länger wird. Zur Erläuterung: aktuell ist immer noch nicht klar ob es im Sommer 2021 in die USA geht da es noch Reiserestriktionen gibt. Wenn nun bis September die USA ausfällt macht Motorrad fahren im Norden der USA keinen Spaß mehr, da es dort zu kalt wird. Kalifornien sollte da noch ein paar Monate länger Möglichkeiten bieten. Nächster Zeitslot ist jetzt vermutlich Oktober 2021

Ein weiterer wichtiger Grund für den Umzug: 

Ollis 650 GS Dakar steht immer noch in Orlando und ein gemeinsames Treffen bei einer zumindet teilweise gemeinsamen Tour (in der Mitte ? Texas => Houston/Dallas ?) mit möglicherweise weitererem Ziel Mexiko wäre somit besser zu organisieren als bei einem Start ab Seattle.

Kernziel ist ja immer noch die "on hold" gesetzte Mittelamerika Tour. Leider mussten wir die Pläne ja aufgrung Corona pausieren lassen. Die Maschinen sind aber ensprechend ausgerüstet. Es ist weiterhin alles vor Ort: Kleidung für heisse Länder, Helm, Ersatzreifen, Ersatzteile, etc. ....Wir "scharren -weiterhin- mit den Hufen" 😀


Anbei ein paar Fotos vom Transport von Seattle nach San Diego:

 











 



Sonntag, 26. Juli 2020

Die Tour findet in 2020 Corona bedingt nicht statt...wird verschoben auf 202x

..nun steht also Ollis Motorrad abreisebereit in Orlando und mein Motorrad in Seattle (ich wollte ja im Sommer 2020 von Seattle nach Orlando fahren um da dann mit Olli gemeinsam starten zu können).  siehe Nebenblog USA 2020 ABER: Alles ist anders in diesem Jahr..und das weltweit.

Olli und ich halten die Planung an dieser Stelle an 😖
(oder hart ausgedrückt: die Tour fällt in 2020 aus 😢 und wir müssen sehen wie sich die Lage weiter entwickelt. Evtl wird es in 2021 was, wenn nicht 2022...wir bleiben auf alle Fälle "dran"

Ihr werdet es erfahren, an dieser Stelle !
Sobald es Infos zu dieser Tour/Strecke gibt wird der Blog dann GENAU HIER weitergeführt.

ABER: aufgeschoben ist nicht aufgehoben 😀


Bleibt interessiert !

Bis dahin
Frank und Oliver



Donnerstag, 24. Oktober 2019

Motorradabgabe in Heidelberg....die Moppeds sind nun auf dem Weg nach Florida !

Nachdem sich in den letzen Wochen die Planungen immer weiter verfeinert haben und auch klar ist das Olli und ich gemeinsam die Strecke Orlando-Mexiko City (Herbst 2020) und Mexiko City-Panama (Frühjahr 2021) zusammen fahren hatte dies auch Auswirkungen auf meine Motorrad und Streckenwahl für den Sommer 2020.

Da unser Spediteur uns die Möglichkeit offeriert hat unsere BMW´s in Orlando längerfristig unterzustellen und sogar Möglichkeiten hat innerhalb der USA für einen fairen Preis die Maschinen transportieren zu lassen, habe ich mich dazu entschlossen nicht die KLR ab Vancouver für meine Sommertour zu nehmen, sondern die BMW 650 Sertao.
Mein Mitfahrer Olli nimmt ebenfalls eine BMW 650 GS Dakar und wir haben nun beide Moppeds an einem langen Tag per Anhänger nach Heidelberg "gekarrt".

Ab Heidelberg gehen die Maschinen nun per LKW im Seecontainer nach Antwerpen, dort auf das Schiff und kommen dann in Savannah/Georgia an. Dann geht der Container von dort per LKW nach Orlando, wo die Moppeds im Speditionslager dann auf uns warten.

Ich lasse mein Motorrad allerdings noch weiter (von Orlando) nach Seattle transportieren. Dort hat unser Spediteur ein weiteres Lager zur Verfügung. Ollis Maschine bleibt in Orlando da ich nach meiner Sommertour 2020 mein Motorrad wieder in Orlando abstelle. Dann sind dort wieder beide Motorräder von uns vereint und Olli und ich können im Herbst von dort gemeinsam in Richtung Mexiko-City  starten.

Anbei Fotos von der Motorradabgabe in Heidelberg.